Anfang November sind die Friedhöfe voller Licht. Auf vielen Gräbern stehen neue Gestecke, rote Grablichter flackern in der frühen Dämmerung, und Familien stehen gemeinsam vor den Steinen ihrer Angehörigen. Kinder nehmen diese Stimmung sehr genau wahr. Oft stellen sie gerade in diesen Tagen Fragen, auf die Erwachsene nicht vorbereitet sind: Wo ist Opa jetzt? Kann er uns sehen? Muss ich auch sterben?
Allerheiligen und Allerseelen bieten einen guten Rahmen, um diesen Fragen Raum zu geben. Beide Tage erinnern daran, dass die Verstorbenen zu uns gehören und dass wir als Christen auf eine Gemeinschaft hoffen, die über den Tod hinausreicht.
Zwei Feste, zwei Blickrichtungen
An Allerheiligen am 1. November feiert die Kirche alle Heiligen, auch die vielen, deren Namen niemand kennt. Allerseelen am 2. November ist dem Gedenken an alle Verstorbenen gewidmet. Weil Allerheiligen in vielen Bundesländern ein Feiertag ist, werden die Gräber in zahlreichen Gemeinden schon an diesem Nachmittag gesegnet. Kindern lässt sich das einfach erklären: Am ersten Tag denken wir an Menschen, die besonders nah bei Gott gelebt haben, am zweiten an unsere eigenen Lieben, die gestorben sind.
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